Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land
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St. Johannes der Täufer Brohl

Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer

Josef-Leusch-Straße

56651 Brohl-Lützing

Patronatstag: 24.Juni
Kirmes:Sonntag vor oder nach dem 24. Juni

Wallfahrt zur Lammertaler Kapelle: 1. Mai

Die Pfarrkirche St. Johannes d. T. wurde von 1887 bis 1891 erbaut. Im Jahr 1892 bekam die Kirche eine neue Orgel. Nach dem zweiten Weltkrieg mußte die Kirche von starken Kriegsschäden befreit werden. Unter anderem wurden prächtige Fenster eingestezt. Auch  1979 begann eine große Renovierung der Pfarrkirche, die sich in sechs Bauabschnitte einteilte. 

2012 wurde in einem öffentlichen Glockenguß auf Burg Brohleck eine neue Glocke geweiht.

St. Matthias Schützenbruderschaft Brohl übergab restauriertes Kleinod

Rechtzeitig zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung, am Hochfest ihres Schützenpatrons, des hl. Matthias, am 24. Februar, und zum Ausklang des 150jährigen Bestandsjubiläums konnte die Bruderschaft im Rahmen der Festmesse das aufwendig restaurierte Stifterfenster von 1681 aus der ehemaligen Kapelle am Fuße des Burgberges übergeben.

Das Fenster ist, eines der letzten noch verbliebenen Schätze des ersten Brohler Gotteshauses, welches ab der Erhebung zur eigenständigen Pfarrei am 22. Juni 1869 und bis zur Konsekration der heutigen Pfarrkirche am 6. Mai 1891, als erste Kirche der aufstrebenden Gemeinde diente.

Die alte Kapelle überdauerte die Jahrhundertwende und wurde im Jahre 1912 wegen angeblicher Baufälligkeit übereilt abgerissen.

Die Namen der 19 Stifter, welche den Bau der Kapelle ermöglichten, sind neben einer Darstellung der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer, dem Brohler Pfarrpatron, auf dem Fenster verewigt.

Viele der Namen sind heute noch in Brohl und Umgebung geläufig.

Ein „Zurück zu den Wurzeln“ war die Triebfeder von Prof. Dr. Heinrich Bonnenberg aus Berlin, dem die Bedeutung des Stifterfensters von 1681 wieder bewusst wurde.

So fand Prof. Dr. Bonnenberg, der sich der Restaurierung des Kleinods explizit annehmen wollte, vor Jahren, in dem heutigen Ehrenmajor der Brohler Schützen, Werner Fußhöller, einen Mitstreiter, zumal man seitens der Bruderschaft im Jubiläumsjahr etwas schaffen wollte.

In dem Genealogen Dr. Markus Weidenbauch aus Ochtendung fand Dr. Bonnenberg einen erfahrenen Fachmann, welcher ihm den Weg ebnete, der in Brohl seinen Anfang nahm.

Über die Stifternamen Nonn und Müller fanden sich so die Wurzeln über die Niederbreisiger Schifferfamilie Gottfried Bonnenberg bis in das ferne Berlin.

Nach erfolgreicher Prüfung der beabsichtigten Restauration durch die Bischöfliche Denkmalpflege und der Zustimmung des Hausherrn Pfarrer Marmann und dem Pfarrverwaltungsrat, stand der Durchführung nichts mehr im Wege.

Neben einer Kostenbeteiligung des Bistums von 25 % waren es im wesentlichen Prof. Dr. Bonnenberg und sein Bruder Hans, Kaufmann in Bonn, welche zum Gelingen maßgeblich beitrugen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das große finanzielle Engagement einer Vielzahl von Schützen, welche ebenfalls einen nicht unerheblichen Beitrag zum Gelingen beisteuerten und so ihre Verbundenheit zu ihrer Heimatkirche aufzeigten.

 

Die Restaurierung

Auch sollte von Interesse sein, den handwerklichen und künstlerischen Aufwand für die Restaurierung einmal zu dokumentieren.

Hier hieß es, das Hauptaugenmerk auf die nicht sachgemäße Verbleiung aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zu legen, welche behutsam entfernt werden musste.

Insbesondere die zahlreichen Sprungbleie erforderten ein sehr vorsichtiges Arbeiten, weil das Glas - typisch für die Herstellung im 17. Jahrhundert - mit nur 1 mm extrem dünn war.

Die einzelnen Fragmente mussten nach und nach gereinigt werden, wobei die Kittreste entlang der Sprungkanten erschwerend hinzukamen.

Hierzu musste der Kitt zum Teil mittels Kompressen angelöst und mit einem Skalpell ausgedünnt werden.

Für das anschließende Neufixieren und Positionieren war Teamarbeit gefordert, um so während des Aushärtevorganges des Klebers die Einzelstücke exakt in Position zu halten.

Zum Glück gab es nur wenige Fehlstellen, welche retuschiert werden mussten.

So freut sich die Bruderschaft und ihre Spender, dass das Stifterfenster am Namenstag ihres Schutzpatrones wieder an seinem angestammten Platz unter der Orgelempore der Öffent-lichkeit zum Gedenken an unsere Ahnen übergeben werden konnte.

Werner Fußhöller, Brohl

Die erste Kirche von Brohl – eine Kapelle – wurde 1680/81 am Berghang errichtet, umgeben von den Häusern des ältesten Teils von Brohl. Sie wurde von den damals 19 ansässigen Familien erbaut. 1780 wurde die Kapelle zwar vergrößert, aber sie blieb dennoch recht bescheiden. Schon vor dem Bau der ersten Kapelle gehörte Brohl zur Pfarrei Gönnersdorf. Die Brohler mussten zu allen Gelegenheiten dort in die Kirche gehen. Nachdem nun 1681 die kleine Kirche am Hang fertiggestellt wurde, hoffte man, sich von Gönnersdorf lossagen und eine eigenständige Pfarrei werden zu können. Im Zuge der Neugliederung nach dem französischen Einmarsch kam Brohl 1804 zur Pfarrei Niederbreisig und das Streben nach Eigenständigkeit ging weiter. Noch heute erinnern zwei Gegenstände in der Pfarrkirche St. Johannes d.T. an die alte Kapelle, und zwar das „Gründungsfenster“ von 1681 und die „Mauritiusglocke“ von 1787.                                       

Der Ort Brohl erlebte in der Zeit von 1830 bis 1890 einen wirtschaftlichen und bevölkerungsmäßigen Aufschwung, so dass die kleine Kirche nicht mehr ausreichend war. Viele Bittschriften gingen nach Trier und am 12.6.1869 stellte Bischof Matthias Eberhard endlich die Errichtungsurkunde aus. Es wurde viel unternommen, um das nötige Geld für den Neubau zu erlangen: Bereits im Jahre 1879 hatten die Bürger den „Johann-Baptist-Bauverein“ gegründet; es erfolgte am 13.3.1887 eine Kirchenkollekte in allen Kirchen der Diözese Trier; im Jahr 1886 wurde eine Hauskollekte für die ganze Rheinprovinz genehmigt. So konnte dann in den Jahren 1887 bis 1891 dieses architektonisch schöne Bauwerk unter dem Architekten Pickel aus Düsseldorf entstehen. Am 19.3.1890 vollzog der Dechant von Remagen die feierliche Einsegnung des neuen Gotteshauses. Ein Jahr später wurde die Kirche durch Bischof Michael Felix Korum am 6.05.1891 feierlich konsekriert und auf Johannes dem Täufer geweiht. In den Jahren danach wurde die Innenein-richtung immer mehr vervollständigt.

Am Nachmittag des 08. Februar 1945 verlor die Kirche durch zwei in der Nähe explodierender Bomben alle Fenster und es entstanden in den Kriegsjahren viele weitere Schäden. In den ersten Nachkriegsjahren wurden durch viele Künstler und heimische Gruppen die Fenster neu geschaffen und weitere Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Viele Veränderungen erfuhr die Kirche im Zusammenhang mit der Liturgiereform nach dem zweiten Vatikanischen Konzil. Zudem wurden große Renovierungsmaßnahmen notwendig. In den Jahren von 1979 bis 1991 erfolgten ausgedehnte Baumaßnahmen im Außen- und Innenbereich, so dass die Kirche zum 100jährigen Jubiläum im Mai 1991 in neuem Glanz erstrahlte.

So ist die Kirche schon über 100 Jahre das Wahrzeichen des Hafenortes und der Mittelpunkt des religiösen Lebens der Pfarrgemeinde St. Johannes d.T.. 

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