Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land
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Orgelrenovierung Gönnersdorf              Spendenkonto:                   IBAN: DE76 5775 1310 0000 7801 14 Verwendungszweck: „Orgel Gönnersdorf“

Historische Orgel mit charaktervollem Klangbild

 

Ein besonders schönes Zeitzeugnis einer vollmechanischen und einmanualigen Orgel der Romantik befindet sich in der Gönnersdorfer Pfarrkirche. Bei diesem Instrument „Typ Dorforgel“ handelt es sich um eines der frühen Werke des Hauses Klais/Bonn. Bereits 1890, also genau zwei Jahre vor Errichtung der ersten zweimanualigen Klais-Orgel in der Brohler Pfarrkirche St. Johannes (zunächst 15, später 18 Register) erbaute Klais in Gönnersdorf sein Werk MV 26 auf der Westempore der Pfarrkirche. Es erinnert als sogenannte Kommodenorgel an subtile und klangschöne Werke in Schlosskapellen, Kammermusiksälen oder in Salons betuchter Hausmusiker. Berühmtestes Beispiel solcher Instrumente ist die berühmte Amalienorgel in Berlin, klein aber stilvoll. Nun präsentiert sich die Gönnersdorfer Orgel ganz im klanglichen Einfluss der Romantik. Das Fehlen einer eigenen 2‘-Lage zu Gunsten einer starken Ausprägung der Äquallage schafft ein breites Klangbild. Die beiden Principale dienen zur Begleitung des festlichen Einzugs des Priesters, das still streichende Register Salicional wurde konzipiert zur Untermalung der stillen Teile der hl. Messe und das grundtönige Gedeckt zur Begleitung des gregorianischen Chorals, des Urmeters aller „musica sacra“. Die ursprüngliche Mixtur dürfte auf 2‘-Lage gestanden und somit ein dunkleres Klangbild gemalt haben als die heutige, später eingefügte Mixtur. Aber auch diese wird inzwischen zum gewachsenen Bestand des Orgelwerkes gezählt, ebenso wie die Philomela (gr. Nachtigall), die mit ihrem flachen Klang, ähnlich der Traversflöte den Klang der engen oder weiten Stimmen in 8‘-Lage sehr charmant zu modifizieren vermag. Es ist dies ein sehr selten anzutreffendes Register, häufiger u.a. bei Walcker, welches die ursprünglichen 6 Gönnersdorfer Register um ein siebtes erweitert. Trotz dieser kleinen dispositionellen Umänderungen und der Aufgabe des originalen Magazinbalges ist dieses kleine, ja geradezu kuriose Instrument nahezu unverändert erhalten und repräsentiert 125 Jahre Orgelgeschichte.

Der Wert der vollmechanischen Orgel ist aufgrund des guten Materials und der Disposition vom kulturell-musikgeschichtlichen Blickpunkt aus als sehr hoch einzustufen. Leider sind enorme Schäden an den Stimmvorrichtungen besonders der Philomela wie am Pfeifenwerk der Mixtur vorhanden, welche den latent vorhandenen Orgelklang beträchtlich trüben. Zudem gefährdet wuchernder Schimmelpilzbefall nicht nur die Gesundheit von Organisten und sich in der Nähe des Instrumentes aufhaltender Personen, sondern auch die historische Substanz der Orgel selbst. Die Gönnersdorfer Orgel zählt als einmanualige zu den drei vollmechanischen Orgeln der Pfarreiengemeinschaft und verdient eine baldige Sanierung und Restaurierung unter den Händen eines erfahrenen Orgelbaumeisters und Intonateurs.

Es ist eine Freude, diesem wahrhaft musikalischen Kleinod der Region die ihr gebührenden kammermusikalischen Klänge entlocken zu dürfen. Sie ist absolut erhaltenswert!

Sven Scheuren, Konzertorganist

Konzert für Renovierung der historischen Orgel mit charaktervollem Klangbild
Musiker spielen in Gönnersdorfer Pfarrkirche

Gönnersdorf: Am Freitag, den 24. November um 19 Uhr präsentieren drei Musiker einen bunten Strauß an Tönen in der Pfarrkirche St. Stephnaus Gönnersdorf. Mit Werken vom Barock bis zur Gegenwart, Vokal- wie Instrumentalmusik werden die bekannte wie beliebte Sopranistin Annika Kreibohm, die Kölner Musikpädagogin Juliane Hanke (Klavier, Blockflöte) und Konzertorganist Sven Scheuren, Kantor der Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse/Köln, eine festliche aber auch besinnliche Stunde der Kirchenmusik bieten. Der Eintritt zu diesem Konzert ist, wie in katholischen Kirchen üblich, frei. Eine Türkollekte dient dem Erhalt der wertvollen Gönnersdorfer Kirchenorgel, einem besonders schönen Zeitzeugnis einer vollmechanischen und einmanualigen Orgel der Romantik, dessen Revision und Restaurierung aufgrund akuten Schimmelpilzbefalls keinen Aufschub duldet. Bei diesem Instrument „Typ Dorforgel“ handelt es sich um eines der frühen Werke des Hauses Klais/Bonn. Bereits 1890, also genau zwei Jahre vor Errichtung der ersten zweimanualigen Klais-Orgel in der Brohler Pfarrkirche St. Johannes erbaute Klais in Gönnersdorf auf der Westempore der Pfarrkirche die heute noch vorhandene Orgel. Sie erinnert als sogenannte Kommodenorgel an subtile und klangschöne Werke in Schlosskapellen, Kammermusiksälen oder in Salons betuchter Hausmusiker. Trotz geringerer klanglicher Umänderungen im Laufe der Jahrzehnte und der Aufgabe des originalen Magazinbalges ist dieses klangschöne, kleine, ja geradezu kuriose Instrument nahezu unverändert erhalten und repräsentiert 125 Jahre Orgelgeschichte.

Der Wert dieser vollmechanischen Orgel ist aufgrund des guten Materials und der Disposition vom kulturell-musikgeschichtlichen Blickpunkt aus als sehr hoch einzustufen. Leider sind enorme Schäden an den Stimmvorrichtungen besonders des seltenen Registers Philomela vorhanden. Zudem gefährdet wuchernder Schimmelpilzbefall nicht nur die Gesundheit von Organisten und sich in der Nähe des Instrumentes aufhaltender Personen, sondern auch die historische Substanz der Orgel selbst. Die Gönnersdorfer Orgel zählt als einmanualige zu den drei vollmechanischen Orgeln der Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land und verdient eine baldige Sanierung und Restaurierung unter den Händen eines erfahrenen Orgelbaumeisters und Intonateurs, für die sich die drei engagierten Musiker gerne einsetzen.
Die katholische Kirchengemeinde Gönnersdorf lädt herzlich zu dieser Musiksoirée ein.

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