Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land
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Aufruf zum Caritas-Sonntag 2020
Liebe Schwestern und Brüder!
„Sei gut, Mensch!“ – unter diesem Motto rückt der diesjährige Caritas-Sonntag bewusstMenschen in den Fokus, die Gutes tun und sich für andere einsetzen. Die Debatten der letztenJahre haben gezeigt, dass Anerkennung für Engagement alles andere als selbstverständlichist.Immer wieder mussten Menschen erleben, wie sie und das, was ihnen wichtig ist, abgewertetund schlecht gemacht wurden. Die Bezeichnung „Gutmensch“ ist dabei zu einem Begriffgeworden, der Menschen diffamieren soll. Gerade das Engagement für Geflüchtete wurde inpolitischen Debatten immer wieder als weltfremd und naiv bewertet. Doch es ist nichts falschdaran, ein „guter Mensch“ sein zu wollen.Die Caritas will mit ihrer Kampagne „Sei gut, Mensch!“Stellung beziehen und auf die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements aufmerksam machen.
Wir brauchen gute Menschen, die Gutes tun! Tag für Tag ist in unzähligen Einrichtungen undProjekten der Kirche und ihrer Caritas erlebbar, wie haupt- und ehrenamtlich EngagierteProbleme anpacken und anderen zur Seite stehen.Dieses Engagement zeigt sich auf vielfältigeWeise: In der Behindertenarbeit oder Altenpflege, in der politischen Arbeit für dengesellschaftlichen Zusammenhalt oder im Einsatz für eine gelingende Integration. „Gut sein“ darfdabei nicht an Grenzen Halt machen, denn in anderen Ländern gibt es oft noch größeren Bedarfan Hilfe und Unterstützung.Vieles ist möglich, wenn wir Menschlichkeit leben. Dies zeigt sichauch in unserem Bistum.Die Kollekte des Caritas-Sonntags ist für die vielfältigen Anliegen derCaritas in unseren Pfarrgemeinden und der Diözese bestimmt. Bitte unterstützen Sie durch IhreGabe die Arbeit der Caritas. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.
Berlin, den 23. Juni 2020
Dr. Stephan Ackermann
Bischof von Trie
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                               AKTUELLES

                                    Aufruf der deutschen Bischöfe

zum „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität“ (Corona)
Liebe Schwestern und Brüder,
die Corona-Pandemie hat die Welt nach wie vor fest im Griff. Überall fürchten Menschen, sich mit dem Virus anzustecken. Die Infektionen haben weitreichende Folgen. Die Krankheitsverläufe sind unterschiedlich, nicht wenige enden tödlich. Die notwendigen Schutzmaßnahmen erschweren aber auch generell die menschlichen Beziehungen. Insbesondere die älteren Menschen, aber auch die Kinder leiden darunter. Corona bedroht auch das öffentliche Leben und die Wirtschaft. In unserem Land sind viele Betriebe und Unternehmen in ihrer Existenz bedroht, was Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit für viele Frauen und Männer mit sich bringt. Als Kirche sind wir auch betroffen: Ein reges Gemeindeleben ist kaum möglich und die Gottesdienste können nur eingeschränkt gefeiert werden. Das alles
besorgt uns sehr. Wir nehmen Teil an den Nöten und Ängsten, die die Corona-Pandemie auslöst, und tragen mit unseren Möglichkeiten dazu bei, die Krise zu bewältigen. Zugleich stellen wir aber auch fest, dass es uns in Deutschland weitaus besser geht als den allermeisten Menschen in anderen Ländern und Weltgegenden. Wir verfügen über einen funktionierenden Staat, über eine stabile Gesundheitsversorgung und auch über die materiellen Möglichkeiten, die Notlagen zu lindern sowie die Wirtschaft einigermaßen in Schwung zu halten. All das ist für den größten Teil der Menschheitsfamilie nicht möglich. Die Armen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa sind von der Corona-Krise ungleich schwerer betroffen als wir. Die Wohnverhältnisse und die Armut verhindern Hygiene und Distanz, allzu oft fehlt der Zugang zu Gesundheitsdiensten. Unzählige verlieren ihre materielle Lebensgrundlage, weil sie keine Arbeit mehr finden. Aktuellen Studien zufolge wird die Zahl der Hungernden infolge der Pandemie um viele Millionen anwachsen. In dieser dramatischen Lage sind auch wir in Deutschland gefordert. Als Deutsche Bischofskonferenz rufen wir deshalb gemeinsam mit unseren Bistümern, den kirchlichen Werken und den Orden zu einem „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität“
auf. Er soll in allen Kirchengemeinden am 6. September 2020 begangen werden. Die Gläubigen sind eingeladen, sich an diesem Tag über die Konsequenzen der Pandemie weltweit zu informieren und für die Leidtragenden in aller Welt zu beten. Wir bitten auch um eine
großzügige Spende für die Corona-Hilfe in der Weltkirche – mit der Kollekte oder auf anderen
Wegen.
Beten wir und helfen wir! Zeigen wir als Christen, was uns angesichts dieser globalen Krise aufgetragen ist.

 

 

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