Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land
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Zur Kreuzreliquie

Im September feiert Bad Breisig den Zwiebelsmarkt. Dieser Markt ist entstanden im Zusammenhang mit der Verehrung der Kreuzreliquie, die sich in der Kirche Maria Himmelfahrt befindet. Daher feiern wir an diesen Tagen die Wallfahrt zur Kreuzreliquie.

In der Kirche Maria Himmelfahrt Bad Breisig am Rhein befindet sich eine Kreuzreliquie, die einen ca. 10 cm großen Holzpartikel birgt, der dem Kreuz Jesu zugeschrieben wird. Jährlich am Wochenende nach dem Fest Kreuzerhöhung feiert die Stadt den Zwiebelsmarkt, der seinen Ursprung bei der Wallfahrt zu dieser Reliquie im Mittelalter hatte. Im frühen Mittelalter gelangte die Reliquie durch den Templerorden nach Bad Breisig und ging später in den Besitz der Kirchengemeinde über. Seit nunmehr 7 Jahren nimmt die Kirchengemeinde diese Wallfahrt wieder auf und gestaltet ein Programm an diesen Tagen. Dabei steht bei dieser Wallfahrt nicht die Tatsache im Mittelpunkt, ob die Kreuzreliquie tatsächlich vom Kreuz Jesu stammt. Vielmehr nimmt das Pastoralteam, die Frage nach der Bedeutung der Kreuzverehrung in unseren Tagen auf und schafft die Verbindung zu dem symbolischen Wert des Kreuzes. 

 

 

Bruchhausen

Alte Tradition durch Corona „ausgebremst“

Bruchhausen-Wallfahrt 2020 abgesagt

Seit dem 17. Jhd. pilgern die Brohler Wallfahrer jedes Jahr im August – am Sonntag nach Maria Himmelfahrt (15. August) – nach Bruchhausen zur Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist.

Dieses Jahr sieht das leider anders aus – jegliche Wallfahrten und Prozessionen, die bis zum 31. August diesen Jahres geplant sind, sind laut einer Dienstanweisung des Bistums Trier abzusagen.
Somit sehen wir uns gezwungen, uns an die Regeln zu halten und die Wallfahrt nach Bruchhausen ebenso abzusagen.
Mit Hinblick auf die einzuhaltenden Regeln (z.B. Hygienevorschriften und Abstandsregelungen) ist es nicht möglich, die Wallfahrt durchzuführen.

Der eigentliche Grund dieser der Wallfahrt ist laut mündlicher Überlieferung eine sogenannte „Seuchenprozession“ gewesen und zur Zeit der Pest im 17. Jhd. entstanden.
Dieser Überlieferung nach heißt es, dass die Brohler Pilger schon 1682 den Weg nach Bruchhausen antraten, um die Fürsprache der Mutter Gottes im Kampf gegen diese Seuche zu erbitten.
In diesem Jahr heißt die „Seuche“ Corona – und wir werden die Fürsprache der Mutter Gottes ebenso erbeten, wenn auch nicht während des sonst jährlichen 5-stündigen Pilgerwegs von Brohl über Linz nach Bruchhausen.

Zur Zeit des zweiten Weltkrieges hielten die Brohler Marien-Verehrer an der alten Tradition fest.
Trotz eines Prozessionsverbots machten sich eine kleine Anzahl unerschrockener Brohler auf heimlichen Wegen auf den Weg, um die Kerze zur Gottesmutter nach Bruchhausen zu bringen.
Diesem Beispiel folgend werden wir dieses Jahr ebenso eine Kerze nach Bruchhausen bringen, damit uns die Fürsprache der Mutter Gottes zuteilwird auch im Kampf gegen das Virus.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind die Brohler Wallfahrer in eine „Marianische Bruderschaft“ eingebunden, zu welcher sich viele Glaubensgruppierungen beiderseits des Rheins gefunden haben. So hält auch heute noch ein Brudermeister das einmal gemachte Versprechen wach, jedes Jahr eine Wallfahrt durchzuführen, um die Mutter Gottes zu ehren.

Wir wollen hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder den Weg auf uns nehmen dürfen, um dieses Versprechen wieder einhalten zu können.

Lasst uns alle der Ehren Mariens singen und beten: „Maria zu dir kommen wir, deine Fürbitte begehren wir.“

                                               Brudermeisterin Petra Fußhöller

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